| Es handelt sich um Grabsteine mit Inschriften vom Bürgermeistern
und anderen Persönlichkeiten der "Neustadt" aus dem 17. und 18. Jahrhundert,
die auf dem alten Friedhof an der Kreuzkirche gefunden wurden.
Altbürgermeister Siegfried Noss hatte bereits vor rund fünf
Jahren drei dieser Grabsteine auf Anregung von Nachfahren mit Hilfe der
Sparkasse restaurieren lassen. Einer dieser Steine erzählt die Geschichte
des Bürger- und Kirchenmeisters Johannes Branscheid, der 1694 im Alter
von 72 Jahren gestorben ist. Der Grabstein ist auf der Vorder- und Rückseite
reich beschriftet.
Im Laufe der letzten drei Jahre sorgte der historische Arbeitskreis
dafür, dass zwölf weitere, erhaltenswürdige Steine, davon
auch eine Grabplatte, vor dem endgültigen Verfall bewart wurden. Großen
Anteil an der Durchführung und der Suche nach einem neuen, geeigneten
Standort für die Steine hatte Heimatvereins Mitglied Rolf Bockemühl,
nachdem er in das Presbyterium der Kirchengemeinde Wiedenest gewählt
wurde und frischen Wind in die Angelegenheit gebrachte.
In mühevoller Kleinarbeit wurden die Grabstelen durch den hiesigen
Steinmetzmeister Andreas Rölle in über 150 Stunden liebevoll
gereinigt, bearbeitet und aufgestellt. Um die Steine in dem jetzigen Originalzustand
vor weiterem Verfall zu bewahren, steht ihnen noch eine Konservierung bevor. |