15 historische Grabsteine zieren jetzt die Kreuzkirche Wiedenest
 
 
[Bilder: Michael Kleinjung --- Im Schatten der Kreuzkirche fanden die alten Grabstelen ihren neuen Standort.]
Ein erhaltungswürdiges Stück Bergneustädter Geschichte wurde gestern offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Nordöstlich, im Schatten der Kreuzkirche Wiedenest stehen jetzt auf einer Wiese 15 historische Grabsteine, umsäumt von Hecken und Bäumen, die auf Initiative des historischen Arbeitskreises des Heimatvereins "Feste Neustadt" und mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt und vielem privatem Engagement vor dem Verfall gerettet wurden.
[Der Vorsitzende des Heimatvereins "Feste Neustadt" Notar Utz Walter, rechts neben Ehrenbürgermeister Siegfried Noss, stellte den neuen Standort der historischen Grabsteine der Öffentlichkeit vor.]
Es handelt sich um Grabsteine mit Inschriften vom Bürgermeistern und anderen Persönlichkeiten der "Neustadt" aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die auf dem alten Friedhof an der Kreuzkirche gefunden wurden. 

Altbürgermeister Siegfried Noss hatte bereits vor rund fünf Jahren drei dieser Grabsteine auf Anregung von Nachfahren mit Hilfe der Sparkasse restaurieren lassen. Einer dieser Steine erzählt die Geschichte des Bürger- und Kirchenmeisters Johannes Branscheid, der 1694 im Alter von 72 Jahren gestorben ist. Der Grabstein ist auf der Vorder- und Rückseite reich beschriftet.

Im Laufe der letzten drei Jahre sorgte der historische Arbeitskreis dafür, dass zwölf weitere, erhaltenswürdige Steine, davon auch eine Grabplatte, vor dem endgültigen Verfall bewart wurden. Großen Anteil an der Durchführung und der Suche nach einem neuen, geeigneten Standort für die Steine hatte Heimatvereins Mitglied Rolf Bockemühl, nachdem er in das Presbyterium der Kirchengemeinde Wiedenest gewählt wurde und frischen Wind in die Angelegenheit gebrachte. 

In mühevoller Kleinarbeit wurden die Grabstelen durch den hiesigen Steinmetzmeister Andreas Rölle in über 150 Stunden liebevoll gereinigt, bearbeitet und aufgestellt. Um die Steine in dem jetzigen Originalzustand vor weiterem Verfall zu bewahren, steht ihnen noch eine Konservierung bevor.


 
[Einer der Grabsteine erzählt auf der Vor- und Rückseite die Geschichte eines Neustädter Bürgermeisters aus dem 17. Jahrhundert.]

 
Bilder: Michael Kleinjung 
(mkj/6.7.2005-13:55) Bergneustadt - Im Schatten der evangelischen Kreuzkirche in Wiedenest wurden 15 restaurierte historische Grabsteine durch den Heimatverein "Feste Neustadt" der Öffentlichkeit vorgestellt.